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Island

Von Reykjavik aus zu erreichen:

Reykjavik ist eine total saubere Stadt (die Schulkinder bekommen im Sommer extra einige Wochen frei zum Straßenputzen!). Alter Stadtteil Hafnarstraeti, höchstes Gebäude ist die Hallgrimskirche mit außergewöhnlicher Architektur. Gegenüber steht eine Statue von Leifur Eiriksson, der bereits im Jahre 1000, lange vor Kolumbus, Amerika entdeckte. Ein anderes auffälliges Gebäude ist Perlan, auf einem Hügel gebaut. Es dient ausschließlich der Kunst, von oben gibt es eine tolle Aussicht auf das Land und die Stadt.

 

Geysire und Dingvellir.

Dingvellir ist die altisländische Thingstätte, die „Ebene der Volksversammlung“. Bereits seit  1928 steht dieses Gebiet unter Naturschutz und ist inzwischen von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die alte Hauptstadt Islands, wie dieses Gebiet auch genannt wird, liegt in der aktiven Vulkanzone. Hier driften am mittelatlantischen Rücken die nordamerikanische und die eurasische Platte auseinander, gut zu erkennen an den aufgerissenen Spalten. Gode Grimus Geitskor wählte schon 930 diese Ebene für das erste Alding – das Treffen der isländischen Goden. Das Alding fand jährlich während der Sommerwochen statt und versammelte zeitweise bis zu 5000 Menschen. Hier traf man sich, trieb Handel und fuhr anschließend ins Hochland, in die wilde Landschaft aus Gletschern, Lavawüsten und Vulkanen im Landesinneren. Die Verkehrswege sind nicht asphaltiert, nur grob geschottert, aber es ist eine traumhafte Landschaft.

 

Das Geysirfeld ist ein Highlight Islands. Hier zischt und brodelt es überall. Die rund 30 Hochtemperaturgebiete mit ihren schwefelhaltigen Schlammquellen und Fumarolen sind direkt mit Vulkanen verbunden. 250 Niedertemperaturgebiete liegen außerhalb der Vulkanzone und sind durch Sinterablagerungen gekennzeichnet. Der Große Geysir schleuderte Wassersäulen bis zu 60 Meter hoch bis er 1912 wieder einschlief. Ich allerdings – siehe Foto anbei – habe ihn „explodieren“ sehen, Glückskind?  Der Geysir „Strokkur“, das Butterfass, produziert alle paar Minuten zwischen 10 und 20m hohe Wassersäulen. Jeder Ausbruch beginnt mit einer sogenannten bläulichen Wasserglocke, auf den alle Fotografen warten.Die berühmte "Blaue Lagune" ist wunderbar zum Baden, aber doch überfüllt von Touristen, v.a. von Japanern. 

Der Gullfoss-Wasserfall besteht aus zwei Wasserfällen, der obere ist 11m hoch, der untere 21 m. Einst gehörte der Wasserfall zum Gehöft des Bauern Sigriöur Tomasdottir. Seine Tochter wehrte sich gegen den Verkauf des Wasserfalls an ausländische Firmen, die den Gullfoss zur Stromerzeugung nutzen wollten. Ihr Einzelprotest verhinderte den Bau eines Kraftwerkes.. Heute steht der Gullfoss unter Naturschutz.

 

Von Akureyri zu erreichen

Akureyri liegt im 50km langen Eyjafjöröur .Im Inneren des Landes liegt der berühmte Godafoss-Wasserfall. Dieser „Götter Wasserfall“ bietet Kaskaden in ca. 10m Höhe, ist aber gute 100m breit. Dann geht es zum Myvatn, dem Mückensee (wirklich!), einem Naturparadies, das wegen der speziellen Vegetation und der geologischen Formationen mit keinem anderen Ort Islands vergleichbar ist. Er ist der viertgrößte See Islands mit einer Fläche von 37 qm. Hier in der Nähe sind auch die markanten Lavaskulpturen des Dimmuborgir – ein riesiges Gebiet. Verhältnismäßig nah und  zu riechen  ist schon das Solfatarenfeld Namaskard . Hier wurde jahrzehntelang Schwefel abgebaut für die Schießpulverproduktion. Es ist ein einmaliges Thermalgebiet mit seinen zahllosen kochenden Bodenöffnungen, den schimmernden Farben und Temperaturen bis 100 Grad in den blubbernden Schlammbecken.

 

Island zu sehen ist ein einmaliges Erlebnis für Naturliebhaber, aber am besten mit einem Mietwagen zu durchreisen.

 

Fumarolen  und Lavaformationen

Reykjavik

5 Bilder der Geysire  
 

Straßenschild auf “Isländisch”,        Dingvellir   Kontinentalspalte

Wasserfälle,  Landschaften

Seydisfjödur