KRAMERS-REISETIPPS

                                                                                    

Reise zur Geburtsstätte der Eisberge

Wie lange kann man noch diese bizarren Eisschönheiten bestaunen – die wahren Wunder der Arktis? Es ist ein absolutes Highlight, in die Eiswelt Grönlands zu reisen und die kalbenden Gletscher und Eisformationen zu bewundern.
Mit verschiedenen Kreuzfahrtschiffen, den Hurtigruten-Schiffen oder auch ganz individuell per Flug von Kopenhagen nach Kangerlussuaq gelangt man zum Ilulissat Eisfjord und zur berühmten Diskobucht.
Dicht an dicht – wie auf eine Perlenschnur gereiht – treiben die riesigen Kolosse aus Eis fjordauswärts, viele wie Kathedralen so hoch, manche erinnern an Tier- und Pflanzenskulpturen. Es ist eine geheimnisvolle Atmosphäre und in der golden schimmernden Mitternachtssonne ein faszinierender Anblick. Wenn man Glück hat, kann man dort im Juli oder August auch die riesigen zutraulichen Buckelwale beobachten.
Die Luft ist erfüllt von Sauerstoff, der frei wird, wenn regelmäßig kleine Eisstücke abbrechen, es knackt und kracht. Das Wasser des 40 Kilometer langen und 7 Kilometer breiten Fjords ist eisblau. Die weißen, blauen, schwarzen Eisberge stammen vom produktivsten Gletscher der nördlichen Hemisphäre, dem Sermeq Kujalleq, der täglich rund 20 Millionen Tonnen Eis produziert, eine „Geburtsstätte der Eisberge“, die jeden Betrachter begeistert. Auf ihrer Jungfernfahrt soll die „Titanic“ 1912 von einem Eisberg aus diesem Gletscher versenkt worden sein.
Dieser größte Gletscher wird aus zwei Gletscherströmen gespeist, die sich zu einem gewaltigen Strom mit einer Geschwindigkeit von 22 Metern pro Tag, vereinigen. Etwa 600 Kilometer von der Gletscherabbruchkante entfernt setzt sich das Eis in Bewegung. Der Fjord ist 1200 Meter tief, und an der Mündung der Diskobucht hat er nur noch eine Tiefe von 200 Metern. So entsteht ein Rückstau der Eisberge im Fjord.
Ein Zehntel der Eisklötze ragt aus dem Wasser, der Rest schwimmt unter dem Meeresspiegel. Eine Bootsfahrt verursacht bei jedem Teilnehmer einen besonderen „Kick“, weiß man doch, daß schon die geringste Erschütterung genügt, um einen instabil gewordenen Eisberg zerbrechen zu lassen. Die Flutwellen könnten sehr gefährlich werden, aber keine Angst, die Inuit-Bewohner Grönlands kennen ihre Eiswelt genau.
Ilulissat hat 4.500 Einwohner und ist die drittgrößte Stadt Grönlands. Die Stadt liegt 300 Kilometer nördlich des Polarkreises auf einer kleinen Landzunge an der Mündung des Eisfjordes, der zu den wahren Wundern der Arktis gehört. Der Gletscher selbst ist 50 Kilometer von Ilulissat entfernt und das Eis schiebt sich täglich bis zu 30 m weit vor. Auf einer Front von sieben bis acht Kilometern kalbt er jeden Tag sein Eis in den Fjord. Ein faszinierender und unvergesslicher Anblick!
Auskünfte zu Grönlandreisen unter www.visitdenmark.de oder www.visitgreenland.de oder www.greenland.com

 

 "mein" Blauer Diamant

12 Eisbergbilder                                                                    3 Gletscherbilder

                                                                                            Gletscher am Prins Christian Sund im Süden Grönlands

auch hier wachsen Blumen - das herrliche Wollgras
Autorin auf dem Altweiberfelsen in Ilulissat
Eisfahrt "Buckelwal beim Abtauchen"
Das Weidenröschen, die Nationalblume Grönlands