KRAMERS-REISETIPPS

                                                                                    

GeoCenter Insel Mön

 

Versteckt inmitten eines EU-Biosphärenreservates, in dem wilde Orchideen, Leberblümchen und Schlüsselblumen wachsen, liegt das einzigartige Museum „GeoCenter Möns Klint.“

Architekt Soeren Moelbach hatte den internationalen Wettbewerb für den Bau dafür gewonnen und man glaubt ihm, daß dieses Projekt Herzenssache war, ist er doch selbst auf Moen daheim.

Zur Seeseite hin greift die Architektur die Farben der Kreideklippen auf als helle Front aus Aalborger Kreidezement, zum hellen Wald hin (die Buchen bewahren hier wegen des hohen Kalkgehalts die helle Farbe des Frühlings) präsentiert sich die Fassade als lang gestreckter Bogen aus Paneelen sibirischer Kiefer.

Im Museum selbst erlebt der Besucher eine interaktive Zeitreise der letzten 65 Millionen Jahre. „Wir erzählen die Geschichte der Erde dort, wo sie passiert ist – in der Erde“, sagt der Direktor des GeoCenters.  Die Art und Weise, wie Wissen vermittelt wird, begeistert nicht nur die Erwachsenen, auch die Kleinen entdecken spielerisch die einzigartige Natur, lassen Papierschmetterlinge im Windkanal fliegen oder erraten, was sich in den Fühlkästen befindet.

Es beginnt in der Kreidezeit mit riesigen Reptilien, Tintenfischen, Muscheln, Seeigeln – alle als Fossilien erhalten – sie lebten in der Tiefe. Die Kalkschalen dieser Kokkolithen bilden heute die Kreide, die Skelette primitiver Schwämme bilden heute die schwarzen Flintschichten der Klippen. An einer Säule kann der Besucher das Zeitalter erkennen – eine Handbreit Kreide entspricht 10.000 Jahren…

Weiter geht es ins Tertiär. Da hat sich Dänemark aus dem Meer gehoben. Das Klima wurde kälter und es kam innerhalb von 20.000 Jahren zu einer grundlegenden Änderung von Flora und Fauna. Acht Eiszeiten erlebte die Erde bis 10.000 vor Christus. Da bildeten sich die markanten Kreidesockel von Mön.

Am Schluss geht es durch eine Kältesperre mit echtem Eis und künstlichem Nebel in die Gegenwart6, in der die Erosion beständig an den Klippen nagt. Zuschauer können am Modell einen Erdrutsch auslösen. Welche Ausmaße das in Wirklichkeit haben kann, zeigte sich im Januar 2007 an dem Kreidefelsen „Store Taler“. 450.000 Tonnen Kreide – und mehr als 200 Bäume – rutschten in die Ostsee und rissen einen 150 Meter breiten Spalt in die Steilküste.

Seit diesem Absturz hat das Meer um Mön eine karibisch-anmutende Patina – Weiß, Türkis, Dunkelblau – und ist bezaubernd schön!

GeoCenter Mön t. 0045-55863600  www.moensklint.dk


 

Besucherzähler Für Homepage>Zähler

2 Bilder GeoCenter

6 Fotos vom Klint