KRAMERS-REISETIPPS

                                                                                    

Jetzt heißt es wieder „Auf die Keller“ in Franken

Franken – das sind liebliche Bilderbuchlandschaften, in denen noch die Bäche dahin fließen dürfen, wohin sie wollen, das sind bunte Blumen- und Streuobstwiesen, das sind Menschen, die die Besucher freundlich grüßen, da gibt es eine Küche mit deftigen Würsten und Klößen, aber auch feinen einheimischen Gemüsen wie die nussig schmeckende Kartoffelsorte, Bamberger Hörnchen (Hörnla), den Birnenknoblauch  und anderen alten einheimischen Gemüsesorten, das ist aber auch das Land mit der Vielfalt an Biersorten.

Ich habe die „Auf die Keller“-Tour  in Bamberg aus begonnen. Von Bamberg spricht man als „Symphonie in B“ – Bürger, Burg, Barock, Brez’n und Bier. Die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Kirchen und barocken Bürgerhäusern steht aufgrund ihrer einmaligen Stadtlandschaft seit 1993 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Unter den sieben Hügeln befinden sich tiefe Keller in den alten Stollenanlagen, in denen ursprünglich Putz- und Scheuersand abgebaut wurde. Die Brauer entdeckten sie als ideale Gär- und Lagerkeller für ihre Biere ehe Eistürme gebaut und die Kühlanlagen im 20. Jahrhundert erfunden wurden.

Wird es warm, strömen Jung und Alt  mit ihren Picknickkörben aus, setzen sich unter die Schatten spendenden Linden und Kastanien, um „auf den Kellern“ ihr wohlschmeckendes Bier zu genießen. Natürlich kann man auch in den Brauereigärten dort oben eine Brotzeit, die berühmten Bratwürste oder das „Schäuferla“( ein kräftig gewürztes Schulterstück vom Schwein),  bestellen. Bier gehört aber auch zur Zubereitung eines guten Karpfens, als Marinade oder als Backteig. Die Bamberger backen mit ihrem berühmten Rauchbier sogar Brot.

Der älteste Nachweis für eine Bamberger Brauerei wird auf das Jahr 1122 datiert, als Bischof Otto I. den Benediktinern auf dem Michelsberg das Braurecht verlieh. Der Bamberger Fürstbischof Heinrich III befahl schon vor dem „Herzoglich Bairischen Reinheitsgebot“ von 1516 seinen Bambergern „nichts mere denn Hopfen, Malz und Wasser zu nehmen“.

Heute gibt es im Stadtgebiet noch neun Brauereien, wo man die Qualitätsvielfalt der über 50 ober-und untergärigen Bierspezialitäten testen kann. Mit seinen rund 60 Privatbrauereien hat das Bamberger Land die höchste Brauereidichte Europas. Etwa 300 verschiedene Biere garantieren einen exzellent gebrauten Gerstensaft für jeden Geschmack. Der Sud der satt goldenen, rötlichen  oder malzdunklen vollmundigen Köstlichkeiten schmeckt immer ein bisschen anders, jede Sorte - vom Keller- bis zum Zwicklbier -  hat ihr eigenes Aroma, je nachdem, welcher Hopfen, welches Gerstenmalz  und welches Quellwasser verwandt wird.

Berühmt ist das herb-würzige schwarzbraune Bamberger Rauchbier  mit 13,5 Prozent Stammwürze, was einem Alkoholgehalt von rund fünf Prozent entspricht.  Das Malz wird – ehe es sich mit dem Hopfen im Sud vermischt – von schwelendem Rauch durchströmt.

Das Zwickelbier, auch „Zwickl“ genannt, ist ein ungefiltertes Bier und bleibt deswegen naturtrüb. Das süffige fränkische „flüssige  Brot“ gilt, da es seine wichtigen Nährstoffe behält, als sehr verträglich.

Das Ungespundete – lagert ohne Druck, wohingegen das „normale“ Bier vier bis sechs Wochen unter dem sogenannten Spundungsdruck lagert. So entsteht weniger Kohlensäure und ein spezieller intensiverer Biercharakter entwickelt sich.

Wer sich zum Thema „Flüssiges Gold aus Franken“ vom Biertrinker zum Bierkenner weiterbilden will, kann an abwechslungsreichen Wanderungen  von Brauerei zu Brauerei,  an Bierseminaren  und Brauereibesichtigungen teilnehmen,  wie die BierSchmecker@Tour, dem BierSchmecker@Erlebnis oder eine BierSchmicker@Führung – auch zu erfragen beim Tourismusverband Franken e.V. in Nürnberg, Telefon 0911/94151-0
 (
www.frankentourismus.de)

Also „auf nach Franken“ -  der frische hauseigene Gerstensaft wird ausgeschenkt, wenn man über den Gaststätten der Brauereien ein Zeichen entdeckt, ein Büschel mit grünen Zweigen oder eine aufgeblasene Schweinsblase oder ein Hexagramm (Sechseck).

 

Auch in Nürnberg gibt es die alten bis zu 20 Meter tiefen Keller, die schattigen Biergärten, urigen Bierkeller und Gasthäuser.
In Erlangen findet jedes Jahr zu Pfingsten – seit 250 Jahren - die berühmte Bergkirchweih „auf den Kellern“ statt. Hier genießt man das Bergbier. 

Brauerei Spezial der Brauereifamilie Merz, Bamberg, Obere Königstraße  – bezaubernder Biergarten auf dem Stephansberg mit herrlichem Blick auf Bamberg, ein „Muss“ im Sommer

Klosterbräu, Bamberg, Obere Mühlbrücke 1-3 – Bambergs älteste Braustätte mit Gewölbekeller, direkt an der Regnitz gelegen

Brauerei und Brauereigaststätte Schlenkerla, Dominikanerstr. 6, Bamberg – berühmte historische Brauerei mit köstlichem Rauchbier

Drei Kronen, Memmelsdorf, 7km von Bamberg entfernt, uriger Brauereigasthof mit 555jähriger Geschichte, schöner Wirtsgarten

Kitzmann BräuSchänke in der Innenstadt Erlangens, Südl. Stadtmauerstr. 25 – traditionell mit gemütlichem Hof

Steinbach Bräu, Vierzigmannstr. 4 in Erlangen, gemütlich rustikal, auf dem Dach nisten Störche, kleines Biermuseum im Haus, schöner Biergarten

Brauerei Weller, Erlangen, eine Brauereigenossenschaft – www.brauerei-weller.de

Hausbrauerei Altstadthof, Bergstraße 19-21  in Nürnberg, mit bis zu 20m tiefen Kellern (zu besichtigen) – eine Brauerei, die ihre Rohstoffe aus regionalem, ökologischem Landbau bezieht – gemütliche Gaststuben und Innenhof. Außerdem destilliert Braumeister Engel einen ausgezeichneten Bier-Whisky.

 

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Hotelbeschreibungen

Bamberg: Hotel  Nepomuk, Das Hotel im Fluss, direkt am Wehr der Regnitz, Obere Mühlbrücke 9,  Tel. 0951-9842-0
         moderne Ausstattung - 2011/12 renoviert - traumhafter Blick auf "Klein Venedig", mitten in der Altstadt,
         sehr gutes Frühstück, gemütliche Terrasse am Fluß, www.hotel-nepomuk.de



Erlangen: Hotel Bayerischer Hof,Schuhstraße 31, Tel. 09131-785-0, sehr ruhig gelegen, Innenstadt, Traditionshotel, hübsche Terrasse
          www.bayerischer-hof-erlangen.de 


Nürnberg: Hotel Victoria, Königstraße 80, Tel. 0911-24050, www.hotelvictoria.de , kleines Hotel in Bahnhofsnähe an 
der Stadtmauer und dem berühmten Bratwurstglöckle,schlicht, einfach, nett, Terrasse zum Neuen Kunstmuseum, überall im Haus findet  man die    Farbe Orange, sehr gutes Frühstück, wer Ruhe sucht, sollte sich die Zimmer zur Museumsseite aussuchen.




Eichstätt: -Hotel Adler - ***Superior - das 300 Jahre alte Barockgebäude steht unter Denkmalschutz, kürzlich renoviert,, direkt am historischen Marktplatz und Altmühltal-Radwanderweg gelegen - www.adler-eichstaett.de  Telefon 08421-6767



Ansbach:- Hotel Bürger-Palais, direkt neben dem Schloss und Hofgarten gelegen in der Fußgängerzone, bezauberndes unter Denkmalschutz stehendes Haus aus dem 18. Jahrhundert, nur 9 Doppelzimmer und 4 Suiten, exklusiv eingerichtet, sehr gutes Frühstücksbüffet, kein Fahrstuhl, hübscher Garten, www.hotel-buerger-palais.com, Tel. 0981-95131/2



Bayreuth: - Hotel Rheingold, Businesshotel, Altstadt ist zu Fuß zu erreichen, großes Frühstücksbüffet, netter Service
www.hotel-rheingold-bayreuth.de Telefon 0921-990085-0

 

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