KRAMERS-REISETIPPS

                                                                                    

In der Emilia-Romagna

auf Giuseppe Verdis Spuren


Eine Stunde Autofahrt vom Gardasee nach Parma, vorbei an imposanten Burgen und Festungen durch die Bassa, die Ebene, die zu den Ufern des Po führt und man ist in der Emilia-Romagna.
Keine Touristenschwärme! Eine spürbar saubere Luft und Vogelgezwitscher überall!
Man sagt, dass der Rhythmus der Verdi-Opern seinen Ursprung aus dem Gemüt dieser Erde entnommen hat…

Von Parma sind es 40 km und wir sind in Roncole, wo Verdi am 10. Oktober 1813 geboren wurde -Verdi betonte immer, dass er ein „einfacher Bauer aus Roncole“ sei. In diesem 7000-Seelen-Dörfchen schauen wir uns Verdis Geburtshaus und die Taufkirche (wo er seine ersten Übungen auf der Orgel machte) an.

Busseto – alles ist voller Musik

Es geht  weiter in das 5km entfernte Busseto mit seinen erfrischenden Arkadengängen. Zu Busseto empfand Verdi eine Art Hassliebe. Ihre Bewohner haben für ihn in der mittelalterlichen Festung am Marktplatz ein prunkvolles Theater zu seinen Ehren errichtet. Er, der damals verärgert über die unnötig verschwendeten Gelder war, erschien nicht zur Eröffnung, obwohl die Damen für ihn grüne Kleider  und die Herren grüne Krawatten (grün = verde…) trugen.
In diesem entzückenden kleinen Theater dirigierte auch schon Toscanini und man kann heute noch bezaubernde Opernvorstellungen besuchen (Karten unter 0039-0521-391320, unbedingt vorbestellen!).

Auf der Piazza sitzt der Maestro persönlich im Sessel als viel photographierte Bronzefigur.
Dieser Marktplatz bewahrt seinen urbanen Charakter des
15. Jahrhunderts. Er wird umschlossen von mit Terrakotta-Kacheln geschmückten Gebäuden.

Der Palazzo Barezzi liegt auf der anderen Marktseite. Verdis erste Frau Margherita war die Tochter seines großen Gönners Barezzi (sie und  die zwei Kinder starben sehr früh).
In diesem Palazzo  besuchen wir das imponierende Verdi-Museum mit Originalpartituren, Fotos und Gemälden.

Essen und Trinken in Busseto

Jetzt brauchen wir eine Ruhepause und finden die historische „Salsamenteria“ im Zentrum. Diese urige „Galerie typischer Aromen der Po-Ebene“ (wie das kleine Restaurant genannt wird) ist etwas für Liebhaber der exquisiten Küche der Emilia-Romagna, die auch Verdi sehr schätzte. Hier können Sie den besten Schinken Italiens, den Culatello, genießen oder den herrlich würzigen Parmigiano mit Feigenpesto. Mit den reizenden Einheimischen kommt man dort leicht ins Gespräch – Thema Verdi -  und genießt gemeinsam die Hintergrundmusik - natürlich von Verdi….
Danach trinken wir einen Kaffee oder Espresso in einem der zahlreichen Arkaden-Cafés, essen dort eine „Torta Otello“ oder „Torta Torronata“ oder einen „Spongata“ – köstlich!

Sant’Agata

Die Verdi-Route geht noch weiter.Der Nachbarort Sant’Agata im Gebiet von Piacenza ist obligatorisch für Verdi-Fans. Hier in der Villa Verdi, die noch heute von den Erben bewohnt wird, lebte Verdi mit seiner zweiten Frau, der Sängerin Giuseppina Strepponi.  Wir machen einen Spaziergang durch den schönen Park und lassen die musikalischen Eindrücke ausklingen und summen die Arie aus "Rigoletto": La donna è mobile   

Hotelempfehlung:

I Due Foscari, fein und stilvoll, direkt am Markt, gehört dem Sohn des heute noch in Busseto lebenden weltberühmten Sängers Carlo Bergonzi
(Te.+39-524/930031/930039).
 

Info unter www.emiliaromagnaturismo.com
               www.visitemiliaromagna.de

 

Verdi-Statue in Busseto vor dem Teatro Verdi
hier reift der Culatello
hier reift der Culatello
-im kleinen Teatro Verdi
das urige Salsamenteria
hier ist alles "Verdi" vom Wein zu den Pralinen!!

Fotos:
- 1-Verdi-Statue in Busseto vor dem Teatro Verdi
-2+3- hier reift der Culatello
-4-im kleinen Teatro Verdi
-5+6-das urige Salsamenteria