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Meine Lieblingsstadt  -  Basel


Mehr als 2.000 Jahre alt, weltoffen und so jung geblieben – das ist Basel im Dreiländereck, wo sich die Schweiz, Frankreich und Deutschland treffen. Und Basel sollte man nicht nur zur berühmten Fasnacht, die am Montag nach Aschermittwoch beginnt und drei Tage andauert, besuchen.
Basel mit seinen 200.000 Einwohnern gehört zu den Orten mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Die wunderschöne Altstadt am Rhein bezaubert mit ihren malerischen jahrhundertealten Fachwerkbauten, den kleinen heimeligen Gässchen, über 180 Brunnen mit Trinkwasserqualität, dem hoch über dem Rhein gelegenen  romanisch/gotischen Münster mit seinen bunten Dachziegeln, wo Erasmus von Rotterdam begraben liegt,  und der angrenzenden Aussichtsterrasse „Pfalz“, von wo uns ein einmaliger Blick  über den Rhein bis zu den Vogesen belohnt  und -  natürlich -  dem Rathaus mit seinen farbenfrohen Wandmalereien.
Basel reiht sich in die Kunstmetropolen der Welt ein. Die menschlich sympathischen Basler gelten  als kultur-, architektur- und kunstverliebt, und es stimmt, die Kultur ist auf höchstem Niveau. So gibt es  für jeden Geschmack  Museen (rund 40) und auch außerhalb in Grünanlagen und auf Plätzen begegnet man Kunst von Picasso, Rodin, Serra, Tinguely, Niki de Saint-Phalle  und vielen anderen.
Eine Trambahnfahrt zur renommierten Fondation Beyeler im Vorort Riehen(Tram Linie 6) lohnt sich immer und ist für Kunstinteressierte Pflicht. Der 2009 verstorbene Galerist Ernst Beyeler führte mit zwei weiteren Kunsthändlern die erste Art Basel durch, die Kunstmesse, zu der jährlich ca. 70.000 Besucher pilgern. Im roten Porphyr-Gebäude von Renzo Piano begeistern sich Kunstliebhaber aus aller Welt an ca. 200 Meisterwerken von Monet, van Gogh,Cézanne, Picasso. Dazu kommen unterschiedlicheSonderausstellungen, wie in den letzten Jahren mit  Werken von Schiele, Klimt, aufregenden Bildern des New Yorker Undergroundkünstlers Basquiat und 2012 Jeff Koons. In einem Raum kann sich der Besucher auf ein weißes Sofa setzen und eines der berühmten Seerosenteichbilder von Monet auf sich wirken lassen. Direkt vor dem riesigen Fenster in diesem lichtdurchfluteten Raum befindet sich im wohl schönsten Museumsgarten der Welt ein Seerosenteich, speziell von Renzo Piano auf das Gemälde abgestimmt – ein sehr sinnliches Erlebnis.
Ein MUSS ist das Basler Kunstmuseum (Tram Linie 2 und 15). Dort sind  der Welt größte Sammlung von Gemälden der Holbein-Familie und die märchenhaften Bilder von Böcklin  zu bewundern. Auch hier gab es in den letzten Jahren aufsehenerregende Sonderausstellungen – van Gogh, Renoir, Andy Warhol (in der Moderne)  und 2013 Picasso.
Ein Museum, das bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt ist, ist das Museum Tinquely (Tram 31,36,38). Dort befinden sich herrliche kinetische Werke des berühmten Eisenschrottplastikers Jean Tinguely. Es rattert, quietscht und kracht , der bunte Schrott rotiert, Lampen in allen Farben blinken, wenn man diese Ungetüme durch Knopfdruck bedient. Es ist ein Ort, der die Sinne kitzelt und an dem sich die Kunst dem Betrachter nähert.
Lustig ist eine Fahrt auf einer der vier Fähren über den Rhein. Man ruft den Fährmann oder die Fährfrau, indem man an einer Glocke läutet. Diese Fähren fahren ohne Motor lautlos, nur durch die Strömung angetrieben, ans andere Ufer. Die Rheinpromenade mitten in der Stadt genießen nicht nur Verliebte. Die Stadt ist jung, es laufen auffallend viele junge Menschen durch die Gassen, eben eine Universitätsstadt. Im Sommer schwimmt „man“ im Rhein (lustig zu sehen: ihre Kleidung verstauen die Schwimmer in bunten „Schwimmballons“, sogenannten “Basler Wickelfischen“, die sie an ihre Badekleidung hängen).
Für Architekturfreaks gibt es genügend Leckerbissen zu sehen – Gebäude von Mario Botta, Herzog & de Meuron, Frank O. Gehry. Der Campus am Hauptsitz von Novartis (Tram 1) ist ein Mekka der modernen Architektur mit Prestigebauten von Frank O. Gehry, Diener & Diener, Sanaa, Tadao Ando und vielen mehr. Dafür kann man im Tourismusbüro am Bahnhof einen ausgezeichneten Guide bekommen mit genauen Wegbeschreibungen zu den einzelnen Gebäuden.
Mit dem Bus der Linie 55 ab Badischem Bahnhof  über die deutsche Grenze wird man noch von einem extra „Läckerli“ (wie die Basler nicht nur ihre berühmten Küchlein nennen)erwartet – in Weil kann man Design-Klassiker im Vitra-Museum anschauen und – hier gibt es – bitte vorher anrufen! - geführte Rundgänge im Vitra Architekturpark mit Besichtigung von Gebäuden von Frank O. Gehry, Zaha Hadid, Nicholas Grimshaw, Tadao Ando.
Und  es gibt wunderbare Restaurants und Cafés mit Hinterhöfen und Gartengemütlichkeit…. und wer immer noch nicht genug hat – es gibt auch hippe Bars!  Tipps siehe unten.
Wer im Hotel in Basel wohnt, bekommt automatisch ein Basel-Mobilityticket (freie Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel).Gastgeberverzeichnisse und besondere Angebote (gibt es immer!), alle sonstigen Informationen unter www.baseltourismus.ch oder www.MySwitzerland.com oder über die kostenlose Telefonnummer des Schweiz Tourismus 0800/10020030. Wer ohne Auto kommt: auf günstige Flüge der Linien  Swiss/Lufthansa oder Easyjet  achten nach Basel oder Zürich (eine Zugstunde).



Restaurants und Bars:

Zum Braunen Mutz – Barfüsserplatz – ein uriges Traditionshaus mit typisch Schweizer Küche
Kohlmanns – Barfüsserplatz – modern eingerichtet, kräftige regionale Schweizer Küche
Les Garecons – im Badischen Bahnhof – moderne Gastrokultur mit Outdoor-Lounge
Der Teufelhof Basel – Nähe Musikakademie – kreative Alltagsküche, in der Bel Etage mit Gourmetspezialitäten
Ackermannshof – Johanniterbrücke – früher Atelier des Künstlers Dieter Roth, heute speist man in urbanem Ambiente
Atlantis – Heuwaage – Traditionslokal, vorzügliche Küche
Bar Rouge – stylisch,  im 31. Stock des Messeturms – traumhafter Blick – magische Welt ganz in Rot
Acqua – Hotspot der Basler – Szenelokal, italienische Küche – ehemaliges Pump- und Wasserwerk

Fotos
-1 Die Fähre über den Rhein mit Blick zum Münster
-2 Blick vom Rathausturm
-3 Die Bürger von Calais (von Rodin) im Innenhof des Kunstmuseums Basel
-4+5 Stararchitektenbauten auf dem Campus von Vitra in Weil
-6 Das Gebäude der Fondation Beyeler von Renzo Piano
-7 in der Fondation Beyeler vor dem Seerosenteich von Monet
-8 einer der vielen Brunnen von Tinguely
-9 auch mit dem Segway kann man Basel erkunden
 

-1 Die Fähre über den Rhein mit Blick zum Münster
-2 Blick vom Rathausturm
3-Die Bürger von Calais
4 Stararchitektenbauten auf dem Campus von Vitra in Weil 5 Stararchitektenbauten auf dem Campus von Vitra in Weil
6 Das Gebäude der Fondation Beyeler von Renzo Piano -7 in der Fondation Beyeler vor dem Seerosenteich von Monet
8-einer der vielen Brunnen von Tinguely
-9 auch mit dem Segway kann man Basel erkunden