KRAMERS-REISETIPPS

                                                                                    

Wo sich die Welt trifft
Die Schweiz feiert im Jahr 2012
100 Jahre Jungfraubahn


Der Zürcher Industrielle Adolf Guyer-Zeller hatte während einer Bergwanderung 1893 eine grandiose Idee. Sein Interesse für den Eisenbahnbau in der Pionierzeit der Eisenbahnen wurde zu einer fixen Idee – er wollte mit einer Eisenbahn in die Welt der Gletscher eintreten. Und da „Wollen ist Können“ (volere è potere) sein Wahlspruch war, hat er diesen Plan auch verwirklicht, aber leider die Vollendung 1912 nicht mehr erlebt.
Ein gewagtes Unternehmen, die Jungfraubahn zu planen, denn sie sollte hauptsächlich  durch das Innere der Berge führen. Die Passagiere sollten trotzdem die Sicht genießen und so waren drei Galerie-Stationen vorgesehen, die erste in der berüchtigten Eiger-nordwand, die zweite auf der Südseite des Eigers, die dritte in der Nordflanke des Mönchs. So gewährt man den Passagieren heute noch bei drei Stopps atemberaubende Ausblicke. Die höchstgelegene Bahnstation Europas ist einzigartig  und gehört zu den weltweit beliebtesten Bahnstrecken. Vom Plateau unterhalb des Jungfrau-Gipfels schaut man über den längsten Gletscher der Alpen, den Aletschgletscher, der von Eiger, Mönch und Jungfrau umgeben ist. Als  UNESCO-Welterbe wird garantiert, daß diese Landschaft auch für kommende Generationen ihre erhabene Schönheit behalten wird.
20 Meter unter dem Aletschgletscher ist der Eispalast mit vielen Eisskulpturen eine besondere Attraktion. Aber auch das ist ökologisch gut durchdacht. Der Palast muß künstlich gekühlt werden wegen der Ausdünstungen von Tausenden von Besuchern. Mit deren Abwärme werden dann die Gebäude auf dem Jungfraujoch beheizt.
Die letzten 65 Höhenmeter bis zur sogenannten Sphinx in 3.571m Höhe sind dann nur noch mit einem  schnellen Elevator zu überwinden.


Es gibt einige Gastronomiebetriebe oben und auch bei Schweizer Rösti geniesst man einen einmaligen Blick über die Berner und Walliser Alpenwelt.
Die Fahrt mit der Jungfraubahn ist für Jung und Alt geeignet, nur sollte man durch die dünnere Luft in über 3500m Höhe alles etwas langsamer angehen lassen.
Eingeläutet wurde das Jubiläum ab  1. Januar 2012 vom Lichtkünstler Gerry Hofstetter, der die Jungfrau mit drei verschiedenen Bildern beleuchtetl - einem Portraitbild von Adolf Guyer-Zeller, dem Gründer, einem Bild der Jungfraubahn und dem Schweizer Wappen.


Informationen: www.MySwitzerland.comwww.jungfrau.ch

Fotos:
-1 auf dem Jungfraujoch
-2 erster Stopp der Bahn im Berg "Eigernordwand"
-3 geschafft! Die "Berichterstatterin" auf dem Jungfraujoch
-4 traumhafter Blick vom Jungfraujoch über den Aletschgletscher
-5+6 Freddy Nock , der Skywalker, vom Mönch zur Jungfrau (ohne Netz!!)
-7 Bergdohlen in 3.500m Höhe oberhalb des Aletschgletschers
-8 unter dem Aletschgletscher im Eispalast
-9 müde in der ungewohnten Höhe - alle Nationen
-10 wieder aus dem Berg heraus an der Station  Kleine Scheidegg
 

auf dem Jungfraujoch
Eigernordwand
oben angekommen
7 Bergdohlen in 3.500m Höhe oberhalb des Aletschgletschers
-4 traumhafter Blick vom Jungfraujoch über den Aletschgletscher
Freddy Nock
Freddy Nock
müde in der ungewohnten Höhe - alle Nationen wieder aus dem Berg heraus an der Station  Kleine Scheidegg
unter dem Aletschgletscher im Eispalast